Bilder von Chris

27-07-2019

Dieses Jahr sollte es auch wieder eine Anfahrt per Fahrrad sein. Aber München – Bad Staffelstein war dann doch etwas weit ( wir heißen ja nicht Dieter ) . Also ging es schon am Tag vorher mit dem Zug zu Jürgen und von dort aus sollten es 50km zum Start gehen.

Dank eines Gepäckservices war das auch wieder Möglich. Vor Ort sollte unsere Taschen schon auf uns warten. Geisi wollte sich um eine sichere Unterbringung kümmern und hat es tatsächlich geschaft, in absoluter Gaisimanier, dass wir unser Gepäck auf einer privaten Terasse 50m von der Halle entfernt abholen konnten.

Natürlich mussten wir unsere Fahrt für ein Schlenkerla in Bamberg unterbrechen und nochmal, nach dem ich einen Gepäckträgerbruch hatte beim B.O.C. Bike Bamberg. Danke an die Mechaniker für euren Einfallsreichtum. Danke an Jürgen für die gemeinsame Fahrt von Bamberg nach Bad Staffelstein.

Wir haben ein geniales Nachtquartier im Keller der Unterkunft gefunden.

Nach dem Abendessen in der Obermain Therme ging es auf den Festplatz hinterm Kurpark.

Nachdem die Radltour würdig zum Jubiläum beglückwünscht wurde und auch unsere THWler gleich Ihre Vorstellung hatten ließen wir mit unserem „Mr.Sound of Radltour“ Tom Glas den Abend noch laut ausklingen.

 

Ja Ja  -

Eine Woche vor der Radltour eine Sommererkältung sich einfangen mit Höhepunkt am Freitag dann am Samstag gleich Tom Glas = für den Rest der Woche keine Stimme = auch noch 3 Wochen hinterher noch die Klappe halten wegen Stimmbandentzündung

Die Filmversion, die wir an diesem Abend gesehen haben.

28-07-2019

Bei uns im Keller war es so dunkel, dass wir fast verschlafen hätten. Am Morgen habe ich dann unseren Strumpfhosenmann sein Nachtlager entdeckt. Ganz ordentlich mit Hausschuhen daneben.

Nach einen Besuch beim Bäcker, die mal wieder total überrascht waren über die vielen Radler ( Metzger hat ja am Sonntag leider keiner auf) ging es zum Start der ersten Etappe. Inclusive Gastradler starteten alle am Festplatz.

Die Ausfahrt aus Bad Staffelstein mit Blick auf Kloster Banz war super. Wir Rollten mit Politprominenz in Form unseres Ministerpräsidenten zur Wasserpause nach Coburg. Es war aus erhöhter position lustig anzusehen, wie die Radler einem Ameisenstaat ähnlich in geordneten Bahnen über den Platzbewegten. Der Gerade stattfindende Schützenumzug zog über den Platz und wurde von uns Radlern natürlich gebührend empfangen. Bei der Abfahrt gab es eine kuriose Situation. es gab zwei Ausgänge aus dem Platz. Einer etwas vor dem Führungsfahrzeug. Dort standen ca. 100 Radler bei den THW Besenwagen. Als dann unsere Polizeistaffel vorbei kam, um die Strassen zu sichern fuhren die meisten gleich mal hinterher. Keine ahnung wann sie gestoppt wurden. Es kam aber auch keiner zurück. Es dauerte auf jeden Fall noch einige Minuten bis Fleischi mit seinem Bus bei uns vorbei kam. Jetzt könnte man meinen, ja ja die Tages Radler. Ne die ersten die hinterher stierten waren einige unserer Frontradler aus den ersten Reihen. Jetzt kam das besondere an dieser Tour. Der Grenzübertritt! Ein kurzes Stück ging es über das Hoheitsgebiet unseres Nachbarn Thüringen. Nicht ohne an der "Letzten Raststätte vor der Grenze" ein kurzes Radler sich zu genehmigen.

Zur Mittagspause ging es nach Seßlach, ein wunderschöner kleiner, mittelalterlicher Ort mit komplett erhaltener Stadtmauer. 

Die Versorgung klappte herrvorragend. Es ging sogar jemand mit einem Tablett herum und verkaufte Schnitzelsemmeln. Klasse Orga. 

Ringelstetter heitzte der Menge ein und auch die "Bierabholer" hatten ein Plätzchen gefunden. Auf dem Rückweg zum Rad mussten wir laut unserer Polizisten links  ums führungsfahrzeug herum da wir zur Doping- und Alkoholkontrolle müssten.

Dunkle Wolken zogen auf und die Hoffnung noch trocken ins Ziel zu kommen wurde jäh mit einem richtigen Wolkenbruch beendet. Nass aber zufrieden kamen wir in die Unterkunft und Wäschetrocknen und war angesagt. Beim Duschen war dann auch Günni wieder zufrieden. Der beschwerte sich nämlich, dass er gestern, als er als einer der ersten beim duschen war, einen trockenen und sauberen Fussboden hatte. Man hätte doch diesem Übel und Unradltourtypischen zustand mit zwei, drei Eimer Wasser und einem Eimer Sand abhilfe schaffen können. 

Heute war wieder alles zu seiner Zufriedenheit.

Was macht man zwischen Duschen und Essen gehen. Ein Zielbier und Party im Unterkunftszelt.

Am Abend gingen wir zum Italiener mit einer schlagfertigen Bedienung.

Die anderen zogen weiter zur Abendveransaltung und ich auf meine Matratze. Der Regen heute war nicht gut für meinen Schnupfen.

 

29-07-2019

Heute heißt es abschied nehmen aus Bad Staffelstein. Nach einem Frühstück beim Metzger, nahmen wir abschied unter den strengen Augen von Adam Riese. Heute war ein verkehrter Tag, erst Mittagspause dann Wasserpause. Mit wunderschönen Ortsdurchfahrten ging es zur Mittagpause nach Weismain. An Engstellen war dann auch mal kreative Rutenführung gefragt. Zur Mittagspause wurden wir von einer Kindergruppe begrüßt, die uns dann auch im Mittagszelt besuchten. Am Ausgang des sehr hübschen Städtchen ließ dann der Start auf sich warten, was ich zu einer kleinen Rast am Strassenrand nutzte. Die Weg zur Wasserpause ging durch wunderschöne Täler. Fleischi heizte uns bei der Mittagspause ein und wir konnten das Tanzbein schwingen. Die Kinder des Ortes durften auf einem Polizeimotorad posieren und dann zog wir weiter nach Hollfeld.

Wir waren gespannt. Denn Günni hatte sich vor ein paar Wochen mit dem Orgateam getroffen und wir waren dann wirklich überrascht was sie auf die Beine gestellt haben und alles aus dem Gespräch übernommen haben. Vor den Hallen war alles mit Bierbänken bestückt und ein DJ spielte. Das Frühstück hörte sich reichlich an mit Müsli und Rührei und als alternative ein Weißwurstfrühstück. 

Am Abend hatte Günni beim Landgasthof Goldenes Lamm in Plankenfeld einen Tisch zum Schäufala Essen reserviert. Also machten wir uns auf den 9km  langen Weg mit dem Rad. Hunrige Radfahrer sind wie kleine Kinder. Hunger, Pipi, Langweilig, wann sind wir da, warum is es noch so weit, ich will nicht mehr weiterfahren.

Nach dem Essen ging es dann gefühlt in halber Zeit zurück nach Hollfeld. Ahh satte zufriedene und gut gelaunte Radler.

Zu den letzten beiden Liedern von Nam und zu einer Flasche Rotling kamen wir noch auf den Festplatz. Als dann geräumt wurde feierten wir bis 3 Uhr früh noch vor der Halle. Den Hollfeldern sei dank. Ihr ward großartige Gastgeber. Eure geniale Orga vor der Halle (OK den Festplatz habt Ihr etwas unterschätzt, da da anscheinend das Essen ausgegangen ist) hat sich sogar bis zu den BR-Radltour Chefs rumgesprochen. Markus und Wolfgang kamen vorbei um mit uns zu feiern.

30-07-2019

Heute in der Früh hatte ich die Begegnung der 3. Art. Auf dem Weg zur Toilette sah ich, dass unsere liebe Nicole mit ihrem Kameramann in der Halle stand. Es war 6:30 Uhr und ich dachte mir nur " Nein bitte nicht". Dies sagte ich auch leise vor mich hin als ich sah dass der Scheinwerfer an der Kamera anging und ging an Ihr vorbei. Ich sah sie im Augenwinkel nur Lachen. Dass ich dadurch Aufmacher zu Ihrem Bericht wurde is ja noch OK aber die dreckige Lache von ihr........ ;-) Später musste ich Feststellen, dass ich gar nichts hätte sagen können, denn mein Schnupfen war zwar besser, dafür war meine Stimme weg.

Ich habe noch nie so viele Frühstücker gesehen wie heute. Ich glaube es gab fast keiner der nicht vor der Halle saß.

Als ich vor dem Start noch runter ins Dorf zur Bank fuhr, begegnete ich am Geldautomaten  Fleischi. Auf dem Rückweg hätte ich fast zu einer Spendenaktion aufgerufen. Der Arme hatte weder Fahrrad noch Auto und musste zu Fuss den Berg hinauf. Marko hätte Ihm ja wenigstens sein Klapprad leihen können.

Und dann musste der Arme nach dem mühevollen Aufstieg auch noch bei der Morgengymnastik mitmachen. Motivation und Beweglichkeit waren unglaublich. Die bayrische Polizei sah deutlich fitter aus. Froh wieder in seinem Bulli zu sitzen fuhr er uns dann vorraus durch das schöne Wiesent Tal. An winkenden Kanuten und Jugendferiencamps ging es vorbei nach Behringersmühle zur Wasserpause. Danach mischten sich einige Fremdradler unter uns. Ohne Helm und mit Kinderkangeroo. Im Schwimmbad Betzenstein machten wir es uns auf den Liegen zu Mittag bequem. Auf Grund meines Gesundheitszustandes ließ ich das Schwimmen lieber aus. 

Die Turnhalle war unser Quartier. Lustig waren die Zugänge, die nur über die Umkleidekabinen der Duschen möglich waren.

Da die Gepäckablage auf der Tribüne und im Vorraum etwas unübersichtlich war, hatte Regina ihren ganz besonderen Moment. Nach langem suchen kam sie mit Rucksack zurück in die Halle, stellte ihn ab, schaute drauf und meinte: " Das is gar nicht meiner und ich hab mich schon gewundert warum der auf einmal so schwer geworden ist." Also nochmal alles auf Anfang.

In Lauf am Abend gingen wir zu einem Italiener am Marktplatz. Dort entdeckten wir das Geheimnis des Zaubers unserer THWler

und den Zauber eines sehr schönen Städtchens.

Man begegnet vielen Menschen zwei Mal im Leben. Heute sogar zwei Mal an einem Tag. Als wir mit dem Shutelbus vom Festplatz zurück fuhren stieg Fleischi noch mit ein. Er wollte am Hotel rausgelassen werden. Wir scherzten, dass der Bus da nicht hält, er müsse schon mit in die Halle. Sein Einwand er habe keine Matratze entscherfen wir, da bei uns zwei ungenutzte rumlagen. Auch das mit dem Schlafsack konnten wir ihm Ausreden. Angeblich hatte Didi einen zweiten, was Fleischi dazu veranlasste, dass er zustimmte. Wenn wir alle gewußt hätten, dass der Busfahrer ein verkappter F1 Fahrer war wären wir alle früher ausgestiegen sind. Fleischi meinte nach dem Aussteigen vor der Halle: " Wer jetzt nicht kotzt ist noch nicht besoffen genug" . In der Halle richteten wir Fleischi sein Bett. Er verkrümelte sich unter den Schlafsack und es war nur noch allgemeines Hallenschnarchen zu hören. Ich wusste ja dass Didi keinen zweiten Schlafsack hatte, aber wir haben alle vermutet, dass Fleischi nach ner halben Stunde wenn es um Ihn rum ruhig geworden ist sich verkrümelt. Um 6 Uhr wachte ich auf um die Porzelanabteilung zu besuchen. Was soll ich sagen Fleischi schlummerte immer noch selig neben mir und Didi lag unter seinem Handtuch, da es in der Nacht in der am Nachmittag noch saunawarmen Halle doch etwas kühl geworden war. Als ich von der Getränkerückgabe zurück kam war Fleischi dann weg. 

Ich glaub es war der erste BR-ler der ne ganze Nacht bei uns Radler in der Halle verbracht hat.

Somit haben wir jetzt ein Ehren-Team-Mitglied. Schließlich haben wir ja schon gemeinsam geschlafen.

 

31-07-2019

Heute in der Früh beobachteten wir die dekadenteste Szene auf der Radl Tour. Ganz vorsichtig und fast liebevoll wurde ein Fahrrad aus seiner mobilen Garage geweckt. Bei dem Regenwetter könnte man seinen Liebling auch gerne in der Garage lassen. Aber Radltour ist halt auch kein Ponyhof. Also ab aufs Rad. Bei der Wasserpause fragte sogar unsere Polizei ganz spontan bei Anwohnern in der Garage nach trockenem Asyl und die Amberger Feuerwehr räumte ganz spontan ihre Wagenhalle. Ja und dann kam sogar die Sonne raus.

Was der passende Rahmen für einen unglaublichen Empfang in Schwandorf war.

Da wir Alvero Soler unbedingt sehen wollten und die Schwandorfer Gastronomie mal wieder total unvorbereitet war, gab es nur einen Döner und ab aufs Festgelände.

 

Halt vorher habe ich noch mal mitbekommen, wie gut die Radler ihre Anmeldeinfos lesen. Letztes Jahr schrieen alle laut auf, als sie nicht aufs Festgelände kamen. Dieses Jahr gab es mit dem Presseeingang eine klasse Lösung und trotzdem kommen mir Radler entgegen, die einer Gruppe anderer Radler verkündeten, " auf den Festplatz braucht ihr gar nicht gehen der ist wegen überfüllung geschlossen". Und sofort entbrannte eine heiße Diskussion, wie das sein kann und man müsse doch an uns Radler denken und die Stimmungsmache ging direkt um. Ja zefix und zugenäht, das ist doch das erste was ich mache, wenn ich auf Lösungen hoffe, dass ich die in den Unterlagen suche. Muss man euch abgestumpften Wiederholungsradler alles verbal noch mal verkünden. Die Anmeldeunterlagen sind keine Lizenzbestimmungen die man einfach auf die Seite legt. Tut mir bitte den gefallen und schipft erst wenn es wirklich was zu schimpfen gibt. Ich habe in meinem Bericht im letzten Jahr auch offen alles angesprochen und muss wirklich sagen dieses Jahr können wir wenn überhaupt nur auf sehr hohem Niveau motzen.

 

So weiter! Am Festplatz ging es ganz problemlos durch den Presseeingang aufs Gelände. Allerdings sahen die Wolken hinter der bühne nicht so aus als kämen sie aus der Nebelmaschine, so schwarz wie die waren. Am Weinstand angekommen war es Rappelvoll und wir haben einen der letzten Plätze im Durchgang zwischen Tresen und Gläserspülmaschine bekommen. Was sich 5 Minuten später als Glücksfall herausstellte. Es fing zu regnen an, nein zu schütten oder hat da einer einen Staudamm geöffnet. Das Wasser kam nicht in Tropfen vom Himmel sondern in Bächen und genau so auch vom Dach des Weinzeltes. Einige Besucher retteten sich sogar vor den Wassermassen unter den Kühlanhänger vom GWF , andera sogar ins innere. 

Unsere Jungs vom GWF Weinstand hatten alle Hände voll zu tun, mit Rücknahme und Neuversorgung und Wasserabweisung. Nachdem sie vor lauter hin und her gewusel nicht mehr zu den wichtigen Nebentätigkeiten gekommen sind, hab ich einfach, spontan mich selbst als Spüler eingestellt und Gläser gewaschen. Die Jungs und Mädels tun jeden Abend viel für uns, also kann man denen auch mal unter die Arme greifen.

Der Platzregen ging so schnell wie er kam und es hatten sich erstaunlich wenig Leute vertreiben lassen.

 

Schaut so ein verängstigter Mensch in Not aus?

Bin ich der, dieses Foto gemacht hat, ein Menschenverachter und Arschloch?

 

Na ja, so musste ich mich auf jeden Fall von einer Schwandorfer Dame, die übrigens auch unter dem Weinzelt im trockenen stand, beschimpfen lassen, weil ich dieses Foto schoß. Vor allem beging ich den Frevel, dabei auch noch zu lachen.

Zur Rettung dieses bedauernswerten Geschöpfes, hat sie allerdings dann ihren trockenen Platz nicht verlassen.

 

Film der Mittelbayrischen Zeitung über dien BR Radltour in Schwandorf

01-08-2019

Heute war, in Memoriam an die Anfänge, die Königsetappe, die wirklich diesen Namen verdiente. Dreistellige km, einige Höhenmeter und eine sehr schöne Landschaft entlang des Bayrischen Waldes, vorbei an Regensburg in den Gäuboden.

Nach einem optisch schönen Wasserpause am Vormittag ging es zur Mittagpause nach Wörth an der Donau. Ins Naturfreibad am Perlbach.

Nicht nur Wolfgang war heut goldig drauf, nein Fleischi machte ihm Konkurrenz.

So eine Königsetappe hinterlässt nicht nur bei den Radlern Spuren, auch bei den Begleitfahzeugteams kommt es zu Ermüdungserscheinungen .

Nach einem erfrischenden Bad ging es weiter an der Donau entlang zur Wasserpause in Bogen. Dort hat man gesehen wie man Radlerströme umleiten kann.

Die Kioskbetreiber vom Freibad haben ihre Eistruhe auf den Parkplatzgestellt. Wie kriegt man jetzt die ganzen Radler von Vorne nach Hinten. Ganz einfach. Man lässt bei Adelholzner verkünden, dass es hinten am Schwimmbad kostenlos Wassermelone gibt. Ja wenn man schon mal da ist um sich sein Stück Wassermelone ab zu holen, dann nimmt man sich halt auch gleich ein Eis mit. Klasse Idee.

Nach einer sehr schönen Einfahrt über den Deggendorfer Marktplatz ging es zur Eissporthalle. Dort gab es VIP-, Steh- und Sitzschlafplätze.

Am Abend gab es ein klasse Konzert von Mark Foster und wieder ein Festplatz dem das Essen ausgegangen ist.

 

PS: Kleine Anekdote aus dem Feld. An diesem Tag fuhren wir alle in den Teamshirts mit Namen drauf.

Bei einer Sammelpause hat Didi sich unter einen Baum in den Schatten gestellt. Dies veranlasste seine Frau ihn etwas auf  zu ziehen. Schattenparker - Warmduscher - Turnbeutelvergesser.

Später fuhr Didi ziemlich weit vorne im Feld alleine. Da hörte er hinter sich. " Das is der Mann von der Carola, der weiß schon warum er so weit vorne fährt."

 

02-08-2019

Der Umstand, dass die Tribünenbeleuchtung nicht ausgeschaltet war in der Nacht führte zu sehr kreativen Nachtlagern. Anscheinend gab es anscheinend auch Radler die sich entschlossen hatten die Nacht nicht in der Halle zu verbringen. Waren ganz nette Mädels auf dem Festplatz. ;-)

Am Abend vorher hatten wir auf dem Weg vom Festplatz zur Halle uns leicht verfahren und einen Metzger entdeckt.

Am Morgen machten wir uns auf den Weg zum Start und wollten dort kurz Frühstücken. Promt bin ich an der Seitenstraße vorbei gefahren. Also Bremse reingehauen und gewendet. Dabei hab ich gesehen, dass 3 Jungs sich hinten dran gehängt haben.

Als wir vor der Metzgerei angehalten haben bremsten auch die drei. Wenn man jetzt schon da war, kamen sie mit rein. Fragt mich nicht, was für einen Abend die vorher hatten. Auf jeden Fall gab es bei den Dreien, Schnitzel mit Kartoffelsalat und Weißbier zum Frühstück.

Nach dem Start mit unserem Innenminister, bin ich  nach einigen KM fast vor Lachen vom Rad zu fallen. Tommie hatte sein Rad getauscht und saß auf einem E-Bike das unter ihm aussah als wäre es ein Kinderrad. Es fehlte nur noch der rosa Anstrich und die Einhörner. 

Wasserpause in bekannten gefilden. Vilshofen an der Donau und wieder machte jemand Wolfgang Slama und seinem goldenen Radhöschen Konkurrenz.

Bei der Mittagspause gab es neben einer sehr emotionalen Verabschiedung von Heli, dann auch den Auftritt des fast schon legendären Polizeichors. 

Doch das war nicht das einzige Highlight des Tages. Die nächste kam bei der Einfahrt in Bad Füssing. Erst mit einer doppelten Zieldurchfahrt und dann mit einer einfach geilen Abschlussfeier mit Fleischi. Auch das Problem, dass alle etwas zu trinken bekommen, ist mit den Gutscheinen gelöst worden. Man fragt sich aber dann schon, was sich so ein Ausschank dann denkt, dass das zweite Bier dann  4 € kostet, wenn das Kaffee gegenüber für ein Weißbier 3,60€ verlangt.

Neben mehreren Highlights an diesem Tag gab es auch eine zweite emotionale Situation.  Ich dachte ja immer, dass Fleischi nur Klamauk im Kopf hat und war sehr überrascht, dass er so emotional sein kann. Das 83 und 90 Jahre alte Tanzpaar rührten Ihn tatsächlich zu tränen.

Am Abend ging es dann zum absolut sehenswerten Partybunker Hasslinger Hof. Danke an das Team Flower Power/Ritzel Bande für diesen schönen Tourabschluß.

Ja wir haben es geschafft. Vor 5 Jahren haben Regina und ich uns auf der BR-Radltour kennengelernt. Seit dem hatten wir es uns immer vorgenommen Hand in Hand durchs Ziel zu fahren. 

Irgendwie hat es nie geklappt. (OK Regina meint ich wär immer zu schnell vorgefahren. Kann gar nicht sein. Ich und schnell.)

Dafür entschädigte uns der BR dieses Jahr und ließ uns mit der doppelten Zieleinfahrt gleich einmal aufholen.

Beim zweiten mal trauten sich sogar Didi und Carola.

03-08-2019

Wir haben uns entschlossen, auch auf Grund meines Gesundheitszustandes, den letzten Rundkurs aus  zu lassen und den Thermegutschein ein zu lösen.

Nach einem Frühstück am Marktplatz ging es in die Therme Eins. Der Sauna Bereich erinnert sehr an den Haslinger Hof. Ist ein ehemaliger Viereckhof, der neben der Therme stand.

Wenn schon der Nachmittag in Alpinem Ambiente verbracht wurde, speisten wir am Abend im Österreichischen Restaurant Havel´s. Am Abend auf dem Festplatz war mal wieder Verabschiedung am Weinstand angesagt. Dort stand auch Hermann Giefer von Dahoam is Dahoam. Auf die Frage von Regina, wie denn heute der Nachmittag war meinte er: " Des war der Wahnsinn, du hast über die Kepf laffa kenna."

Selten so einen sympatischen Menschen kennen gelernt. 

Hermann eine schöne Zeit auf deinem Berghof und genieße die Aussicht.

Um Mitternacht war es dann so weit. !!!!! Geburtstag!!!!!

Da der Festplatz geräumt wurde, hatten wir uns schon vorher mit trinkbarem eingedeckt und feierten noch vor der Halle Reginas 39. 

(Eine Frau kann mit 19 entzückend sein, mit 29 hinreißend. Aber mit 39 ist sie absolut unwiderstehlich. Und älter als 39 wird keine Frau, die einmal unwiderstehlich war. Coco Chanel)

OK alle feierten nicht. Ein Herr der sich direkt hinter die Eingangstür gelegt hat, obwohl die Halle halb leer war, meinte uns aufklären zu müssen, dass um 5:30 die Nacht vorbei ist. Danach hockte er sich schmollend auf seine Matratze und starrte in sein Laptop. Auch noch als wir dann alle schon ins Bett gegangen waren. 

04-08-2019

Ladeschluss 6:30 Uhr. Der Wecker klingelt um 5:30 Uhr. War ne kurze Nacht. Aber nach einem guten Frühstück im kleinen Kurhaus wurde eine letztjährige Tradition weiter gesetzt. Anfahrt an den Bahnhof. Gut dieses mal 8km und keine 20. Im Zug dann die gleiche etwas verschlafene Atmosphäre wie jedes Jahr.

Danke an den BR für eine geniale Jubiläums Tour. (Wie schon mal gesagt Meckern auf sehr hohem Niveau)

Danke an alle freiwilligen Helfer, dass ihr uns diese Woche ermöglicht habt.

Danke an die Radltour Familie, dass ich mit euch Radln durfte.

 

Ich freu mich auf hoffentlich nächstes Jahr.